"Er sitzt zur rechten Gottes,

des Allmächtigen Vaters

 

Die Unvorstellbarkeit dessen was der Himmel, was zur „Rechten Gottes bedeutet, wage ich nicht und bin ich nicht wert zu beschreiben. Jedoch sagt uns Die Heilige Schrift, das Wort Gottes, für unser menschliches Vermögen doch einiges.:

 

(Hebr 1, 3)

 

„…Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt;…“

 

Offenbarung des Johannes 4…

 

„…Und ich sah: Ein Thron stand im Himmel; auf dem Thron saß einer, der wie ein Jaspis und ein Karneol aussah. Und über dem Thron wölbte sich ein Regenbogen, der wie ein Smaragd aussah. Und rings um den Thron standen vierundzwanzig Throne und auf den Thronen saßen vierundzwanzig Älteste in weißen Gewändern und mit goldenen Kränzen auf dem Haupt. Von dem Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus. Und sieben lodernde Fackeln brannten vor dem Thron; das sind die sieben Geister Gottes. Und vor dem Thron war etwas wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall. Und in der Mitte, rings um den Thron, waren vier Lebewesen voller Augen, vorn und hinten. Das erste Lebewesen glich einem Löwen, das zweite einem Stier, das dritte sah aus wie ein Mensch, das vierte glich einem fliegenden Adler. Und jedes der vier Lebewesen hatte sechs Flügel, außen und innen voller Augen. Sie ruhen nicht, bei Tag und Nacht, und rufen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott, der Herrscher über die ganze Schöpfung; er war und er ist und er kommt. Und wenn die Lebewesen dem, der auf dem Thron sitzt und in alle Ewigkeit lebt, Herrlichkeit und Ehre und Dank erweisen, dann werfen sich die vierundzwanzig Ältesten vor dem, der auf dem Thron sitzt, nieder und beten ihn an, der in alle Ewigkeit lebt. Und sie legen ihre goldenen Kränze vor seinem Thron nieder und sprechen: Würdig bist du, unser Herr und Gott, Herrlichkeit zu empfangen und Ehre und Macht. Denn du bist es, der die Welt erschaffen hat, durch deinen Willen war sie und wurde sie erschaffen…“

 

Offenbarung des Johannes 5…

 

„Und ich sah: Ein gewaltiger Engel rief mit lauter Stimme: Wer ist würdig, die Buchrolle zu öffnen und ihre Siegel zu lösen? Aber niemand im Himmel, auf der Erde und unter der Erde konnte das Buch öffnen und es lesen. Da weinte ich sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und es zu lesen. Da sagte einer von den Ältesten zu mir: Weine nicht! Gesiegt hat der Löwe aus dem Stamm Juda, der Spross aus der Wurzel Davids; er kann das Buch und seine sieben Siegel öffnen. Und ich sah: Zwischen dem Thron und den vier Lebewesen und mitten unter den Ältesten stand ein Lamm; es sah aus wie geschlachtet und hatte sieben Hörner und sieben Augen; die Augen sind die sieben Geister Gottes, die über die ganze Erde ausgesandt sind. Das Lamm trat heran und empfing das Buch aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß. Als es das Buch empfangen hatte, fielen die vier Lebewesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder; alle trugen Harfen und goldene Schalen voll von Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. Und sie sangen ein neues Lied: Würdig bist du, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du wurdest geschlachtet und hast mit deinem Blut Menschen für Gott erworben aus allen Stämmen und Sprachen, aus allen Nationen und Völkern und du hast sie für unsern Gott zu Königen und Priestern gemacht; und sie werden auf der Erde herrschen. Ich sah und ich hörte die Stimme von vielen Engeln rings um den Thron und um die Lebewesen und die Ältesten; die Zahl der Engel war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend. Sie riefen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Herrlichkeit und Lob. Und alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde, unter der Erde und auf dem Meer, alles, was in der Welt ist, hörte ich sprechen: Ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit. Und die vier Lebewesen sprachen: Amen. Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an…“

 

Wie wird es im Himmel sein? Können wir etwas darüber sagen?

 

In aller Demut und Vorfreude nenne ich die folgenden Punkte:

 

Das Ziel lautet, daß wir Gott schauen, ihn lieben und ihm dienen dürfen

(Offb 4 f.; 7,15; 22,4).

 

Als Lohn erwartet uns ewige Seligkeit,

Freude und Friede (1. Petr 1,9; Offb 7,16 f.).

 

Der Weg zum Himmel führt allein über Jesus Christus, der für uns starb am Kreuz auf Golgatha (Joh 14,4; Apg 4,12; 1. Kor 3,11).

 

Als Vorbereitung sollen wir trachten nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit; dann wird uns alles andere aus Gnaden zufallen

(Mt 6,33).

 

Im Himmel wartet auf uns ein Erbe, das nicht vergeht (1. Petr 1,4).

 

Wir werden Gott mit allen Engeln loben

(Offb 4 f.).

 

Wir werden unseren Körper neu, himmlisch

 unverweslich, rein und voller Kraft bekommen (1. Kor 15,35 ff.).

 

Wir werden reingewaschen sein durch das Blut Jesu Christi, des für uns geopferten Lammes, und weiße Kleider tragen (Offb 7,14).

 

Hölle, Tod und Teufel können uns nicht mehr anfechten, auch nicht Krankheit und Leid, Hunger und Durst u.ä.

(1. Kor 15,55-57; Offb 21,1 ff.).

 

Der Himmel ist ein heiliger Ort, in den nichts Unreines hinein kann (Offb 21 f.)

 

Feige Verleugner, Ungläubige, Frevler, Mörder, Unzüchtige, Okkultisten, Götzendiener, Lügner und alle anderen Sünder werden keinen Platz im Himmel haben — es sei denn, sie sind zu Jesus Christus umgekehrt und haben für ihre Schandtaten Buße getan (Offb 21,8).

 

Für Gläubige aber gilt: Wir werden Könige und Priester Gottes sein (Offb 5,10).

 

Wir werden Menschen aus allen Stämmen, Völkern, Sprachen und Nationen vor dem Thron Gottes treffen (Offb 7,9).

 

Es wird für die Überwinder verschiedene Kronen geben:

 

die Krone des Lebens für erduldete Versuchung (Jak 1,12),

 

die Krone der Freude für Seelengewinner

(1. Thess 2,8),

 

die Krone der Gerechtigkeit für alle, die im Warten auf den Herrn standhaft geblieben sind (2. Tim 4,8)

 

und die Krone der Treue für alle Blutzeugen Jesu Christi (Offb 2,10).

 

Das neue Jerusalem, die Stadt aus dem Himmel, wird eine Schönheit und Reinheit besitzen, die mit menschlichen Worten nur angedeutet werden kann: reines Gold, Edelsteine, Perlentore, vollkommene Maße,

Gott selbst ist ihr Licht (Offb 21 f.).

 

Es würde sicherlich den Rahmen dieser kurzen Ausführungen über das „beten“ sprengen, an dieser Stelle tiefer in die Vorstellung des „zur Rechten Gottes“ sitzen zu denken. Jedoch lässt uns der Herr doch, durch „die Offenbarung des Johannes“ ein wenig in den Himmel schauen und ehrfürchtig staunen.